Verbesserung der Datenerfassung

Das beschriebene Verfahren der Datenerfassung läuft seit Juni 1998 relativ stabil. Dennoch ist der Zustand des Gesamtsystems als experimentiell zu bezeichnen. Die Hauptproblempunkte sind:
  1. Der Nachbau des System ist durch das Zusammenwirken vieler verschiedener Softwarekomponenten (Linux, Apache, PHP, MRTG, FTP, Windows 95) trotz vorhandener Anleitung relativ kompliziert.
  2. Die speziell programmierte Auslesesoftware, die kontiniuierlich Daten vom SIC100 abholt und in eine Datei schreibt, läuft in der Netzwerkumgebung nicht stabil (Davon ist allerdings nicht die dem SIC100 normalerweise beigefügte Software betroffen).
  3. Die Übertragung der Daten von dem Auslese-PC auf den Webserver ist eine weitere Fehlerquelle. Sollte das Netz unterbrochen sein, dann wird die den Graphiken unterlegte Datenbank nicht mit Werten gefüllt.
  4. Durch die Trennung von Auslese-PC und Webserver ist ein erhöhter Wartungsaufwand nötig.
Diese Erfahrungen werden in ein neues Projekt eingebracht, welches das Ziel hat, das vorhandene System so zu verbessern, dass ein einfacher und zuverlässiger Gebrauch gewährleistet wird. Daraus ergeben sich für den Ausbau des Systems folgende Leitlinien:
  1. Die Auslesesoftware muß neu geschrieben werden. (Anm.: Realisiert am 13.6.1999, Infos hier)
  2. Die Auslesesoftware soll unter Linux laufen. (Anm.: Realisiert am 13.6.1999, Infos hier)
  3. Die Auslesesoftware und der Webserver sind auf einer Maschine zu implementieren.
  4. Das System soll wartungfrei, kompakt und unempfindlich sein.
Mini-Server, Bitte anklicken

Dieses Ziel kann mit einem "Embedded PC" erreicht werden. Dabei handelt es sich um einen kleinen Ein-Platinen-Rechner mit Flashdisk (Halbleiter-Festplatte), RAM, Ein- Ausgabebausteine und Prozessor. Der Netzzugriff kann dann über die parallele Schnittstelle, oder bequemer, über ein zusätzliches Ethernetinterface geschehen. Dieser Rechner liesst entweder über die serielle Schnittstelle die Daten des SIC 100 ein oder empfängt über die parallele Schnittstelle direkt die Kontaktinformationen des Zählers.

Die aufbereiteten Daten werden dann von dem integrierten Webserver, in ähnlicher Weise wie bisher, zur Verfügung gestellt.

Mit dem neuen System können dann selbstverständlich alle Arten von Energiezählern ausgewertet werden, um so z.B. den Energieverbrauch zu dokumentieren. Hier ist insbesondere für Großverbraucher, deren Energiepreis sich zum Teil aus dem Maximalverbrauch innerhalb eines bestimmten Zeitbereichs (Leistungspreis) berechnet, ein großes Sparpotential zu erschließen, das auch den Energieversorgern zum Vorteil ist: Durch das System läßt sich erstmals auf bequeme Art und Weise der Verbrauch visualisieren. Damit können Leistungsspitzen erkannt werden und es kann auf geeignete Weise darauf reagiert werden.

Eine Anpassung an weitere Meßgeräte, die langsame Vorgänge aufzeichen, ist mit relativ wenig Aufwand zu realisieren.

Weitere Infos:

© Markus Eiden
Zur Datenerfassung
11.09.1999