Interpretation der Daten vom 24. März 1999

Die drei Aufzeichnungen (siehe Bilder unten) starten am Mustertag um 7.30 h und enden um 19.30 h.

Aufzeichnung 1 erfasst zwei Temperaturen

  • die Aussentemperatur (grün). Der Fühler hängt in 0,2 m Abstand zur Fassade am Montageort der Module.
  • die Modultemperatur (blau). Der Fühler ist auf der Rückseite eines Modules aufgeklebt.

Aufzeichnung 2 erfasst ab dem Zeitpunkt der Einspeisung ins Hausnetz unseres Bildungszentrums die erzeugte Energie. Wenn die Einspeisung abends endet (hier: 18.00 h), wird nur noch eine waagerechte Linie geschrieben, bis die Aufzeichnung um 23 Uhr auf Null gesetzt wird, damit sie am nächsten Morgen wieder starten kann.

Aufzeichnung 3 zeigt die erzeugte Leistung, der Wert wird aus den Energiedaten errechnet.

ab 8.30 UhrNormaler Beginn der Sonneneinstrahlung - nur behindert durch den Frühdunst, die Temperaturdaten liegen nahe beieinander.
10.15 Uhr Die Sonne bricht sehr plötzlich durch: steiler Anstieg von Aufzeichnung 3 in Verbindung mit dem leicht verzögerten Anstieg der Modultemperatur (Wärmekapazität und Wärmeleitung der Module) auf mehr als 10 Grad C gegenüber der Luft. Bis 12 h ziehen mindestens 5 Wolkenfelder vorbei, die für Einbrüche in der Leistungsabgabe sorgen.
12:00 - 12:30 Uhr Eine halbe Stunde starke Sonne, die von einer Regenfront abgelöst wird, deren Finsternis um 13 h am stärksten ist. Aufzeichnung 3 hat einen fast waagerechten Verlauf, d.h. kaum Energiezuwachs, da die schwache diffuse Solarstrahlung wenig ergiebig ist.
Ab 13.30 h Die Sonne scheint wieder, unterbrochen durch zarte Wolken, gekoppelt mit einer verzögerten Erwärmung der Module. Diese Erwärmung nimmt gegen Sonnenuntergang ab.
Der Tag brachte ca. 7 kWh eingespeiste elektrische Energie.

Temperaturverlauf
Energieverlauf
Leistungsverlauf

© Markus Eiden, Jürgen Korsen
Verweise
Sonnenfinsternis 1999
Datenerfassung
15.08.1999